Mahnfeuer in Rehe – Weidetierhalter fordern endlich ein wirksames Wolfsmanagement!

Rehe. Unter dem Motto „Wann, wenn nicht jetzt!“ trafen sich vergangene Woche bei einem Mahnfeuer in Rehe im Westerwald, im Dreiländereck von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen, über 1.000 Bäuerinnen, Bauern und Tierfreunde, um den politischen Entscheidungsträgern auf den Weg zu geben: „Macht endlich den Weg für eine praxisgerechte Wolfsregulierung frei.“

Rund 20 Verbände und Institutionen aus den drei Bundesländern fordern mehr Rücksichtnahme für die Weidetierhalter, für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und die heimische Artenvielfalt, die eng mit der Grünlandbewirtschaftung verknüpft ist. BWV-Präsident Marco Weber zeigte sich erfreut über die Solidarität vieler gesellschaftlicher Gruppen aus den verschiedenen Regionen, die in Rehe anwesend waren und sich damit für den Schutz der Herdentiere einsetzen. So fand er deutliche Worte: „Mit unseren Weidetieren leiden auch die Menschen. Jetzt muss die Jägerschaft endlich eine Wildmanagementgrundlage erhalten, die es ihnen ermöglicht, reißende Wölfe rechtssicher entnehmen zu können. Unsere Tierhalter sind auf eine gefahr- und risikolose Tierhaltung angewiesen!“ Die Landwirte sorgten sich um ihre Tiere, die für die Bewirtschaftung einer Region zwingend notwendig seien. Daher würden die Landwirte den Schulterschluss mit den Gruppierungen, Verbänden und Landkreisen benötigen, die sich für den ländlichen Raum einsetzen würden.

Bianca Belleflamme, Vorsitzende der „Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald“ ärgert sich über leichtfertige behördliche Entscheidungen: „Zäune nach Wolfsangriffen als fehlerhaft zu beurteilen ist gerade nach einem Angriff mit getöten und verletzten Weidetieren demotivierend. Die Tierhalter fordern eine deutlich fairere Bewertung ihrer Leistungen. Wir wollen endlich Entscheidungen, die uns bei der Fortführung unserer Tierhaltung unterstützen und nicht noch zusätzlich belasten!“.

Als Christian Amend, ein betroffener Weidetierhalter aus Hof im Westerwald, seine Erlebnisse nach einem Wolfsangriff beschrieb, war die Betroffenheit der Teilnehmer mit Händen zu greifen. Amend hatte seine Tiere mit einem den Richtlinien entsprechenden Zaun umgeben, geschützt mit 8.600 Volt Spannung und seine Schafe wurden dennoch nicht vor den Wolfsrissen bewahrt. Es sei schon hart, die überlebenden Tiere nach solch einem Angriff nicht mehr in Sicherheit zu wissen. Wohin könne er die Tiere bringen? Sei ein zweiter Zaun vonnöten? Mit diesen Fragen stünde eine Halterfamilie zuerst einmal alleine da. Hier habe vorerst nur die Soldarität der Berufskollegen geholfen. Brutal sei am Ende ein Schreiben des Koordinationszentrums Luchs und Wolf (Kluwo), die den Zaun wegen einer Kleinigkeit als „kein vollständier Schutz“ klassifiziert habe. Somit können kein Tierhalter mehr sicher sein, einen völlig sicheren Zaun zu haben.

Der Wolfsbeauftragte des BWV, Matthias Müller, begrüßte die Absenkung des Schutzstatus des Wolfes in der EU von „streng geschützt“ auf „geschützt“. Die Bundesregierung plane nun die Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz. Anschließend müssten die Bundesländer ihre Wolfsmanagementpläne entsprechend abändern. Dies sei gerade in länderübergreifenden Regionen von besonderer Bedeutung, da reißende Wölfe grenzübergreifend gejagt werden müssten. Müller betonte, dass in der kleinstrukturierten Landwirtschaft in den Mittelgebirgslagen keine Rudel toleriert werden dürften. Diese Regionen seien höchstens für durchziehende Wölfe geeignet. Gerade die Landwirtschaft in den Mittelgebirgsregionen sei auf die Wertschöpfung über das Grünland angewiesen. Würde die Gesellschaft die Weidetierhaltung zugunsten des Wolfes opfern, hätte dies eklatante negative Auswirkungen für die Artenvielfalt einer Region.

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Schaf- und Ziegenhalter Rheinland-Pfalz, Werner Neumann, forderte neben dem rechtssicheren Schießen reißender Wölfe, Forschungsgelder für die Erarbeitung eines effektiven Herdenschutzes, der auch machbar sei und fair bezahlt werden müsse. Außerdem müsse es einen Dialog mit Naturschutzorganisationen geben, um Verständnis für die Tierhalter zu erreichen. Neumann steht hinter den aktuellen Herdenschutzmaßnahmen, würden Wölfe aber darüber hinwegspringen, müssten sie sofort entnommen werden.

Lars Eric Broch, der Vorsitzende von Weidezone Deutschland, bedauerte, dass der Wolf das Lebensgefühl ganzer Regionen verändere. Der Wolf sei eben nicht mehr unter Kontrolle und das wisse man sehr wohl in den betroffenen Gebieten. Es gebe kein Erkenntnisproblem, sondern ein Handlungsproblem. Man habe den Eindruck, dass NGOs die Politik beeinflussen würden. Diese hätten offensichtlich kein Interesse mehr an der Weidetierhaltung in Deutschland. Daher stünde nun ein gesamter Wirtschaftszweig innerhalb der Landwirtschaft unter Druck. Die Folge werde ein geringerer Selbstversorgungsgrad tierischer Produkte sowie eine weniger artenreiche Kulturlandschaft sein. Diese Vielfalt werde leise und langsam verschwinden.

Landrat Achim Schwickert, der auch für seine Landratskollegen Achim Hallerbach und Dr. Peter Enders sprach, betonte, dass aktiv gegen eine weitere Ausbreitung des Wolfes eingegriffen werden müsse. Von alleine werde sich die Population nicht reduzieren. Die Landwirtschaft werde auf ihren Flächen bereits über das Naturschutzrecht eingeschränkt und jetzt komme noch der Wolf hinzu. Das sei kein tragbarer Zustand: „Wir können doch nicht den gesamten Westerwald einzäunen! Wölfe müssen auch erschossen werden können.“ Er sei zuversichtlich, dass ein vernünftiger Ausgleich zwischen Landwirtschaft und Wolfsansiedelung möglich sei.

Alle Redner kamen darin überein, dass nun dringend gehandelt werden müsse, bevor die Weidetierhalter ihrer Arbeit ein Ende setzen. Sie erhielten Beifall von den anwesenden Tierhaltern und Tierfreunden: „Weide vor Wolf – Wann, wenn nicht jetzt!“

Becht stimmt mit der BWV-Forderung für deutlich mehr Gerechtigkeit im Düngerecht überein

Mainz. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes über die bayerische Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung hat der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) das Landwirtschaftsministerium aufgefordert, die im Urteil angemahnten eingeschränkten Grundrechte der Landwirte auf Eigentum umd Berufsfreiheit auch in Rheinland-Pfalz umzusetzen.

Staatssekretär Andy Becht hat in einem Antwortschreiben auf die Forderungen des BWV dargelegt, dass die Landesregierung die noch nicht vorliegende Urteilsbegründung abwarten werde. Zuerst werde aber ein Aktionsprogramm der Düngeverordnung vorangestellt. Becht gab deutlich zu verstehen, dass der Aspekt der Verursachergerechtigkeit künftig stärker als bisher berücksichtigt werden müsse. Dabei würde er statt der Gewährung von Auflagen-Freistellungen nur direkt an die Verursacher der Nitratbelastung gerichteten Auflagen begrüßen – ohne überhaupt belastete Gebiete ausweisen zu müssen. Die EU-Kommission müsste einer solchen Vorgehensweise allerdings zustimmen.

Die vom BWV weiter angemahnte höhere Flexibilität bei Fristen und Auflagen sieht der Staatssekretär allerdings kritisch, weil hierfür eine Abstimmung unter den Bundesländern notwendig wäre, denn es dürfe keine Unterschiede an den Landesgrenzen geben. Flexible Regelungen müssten daher Bestandteil der Bundesdüngeverordnung sein, damit sie überall im gleichen Maß zur Anwendung kommen könnten.

Der Forderung des BWV, Grünlandgebiete grundsätzlich aus den Roten Gebieten herauszunehmen, sieht Staatssekretär Becht indes positiv. Schließlich trage die Grünlandbewirtschaftung in Rheinland-Pfalz mit seinem geringen Viehbesatz nur wenig zur Belastung der Gewässer mit Nitrat und Phosphat bei. Daher sehe er die bisherigen Regelungen in den belasteten Gebieten wie die Absenkung der N-Düngung oder den erweiterten Verbotszeitraum kritisch.

Der BWV wird sich weiterhin für eine die gerechtfertigte praxisgerechtere Umsetzung der Düngeverordnung einsetzen.

Das Wolfspräventionsgebiet Hunsrück wird zeitweise erweitert

Koblenz. Nachdem es im Hunsrück hinsichtlich Rissereignisse von Großkarnivoren einige Monate lang ruhig geworden war, hat es Ende 2025 erneut einige Vorfälle im südlichen Teil von Rheinland-Pfalz gegeben. So gab es im Landkreis Kusel einige nachgewiesene Wolfsrisse, die inzwischen eindeutig einem Wolfsindividuum, der zur Alpen- bzw. italienischen Population zugehörig ist, zugeschrieben werden können. Die Tatorte liegen am Rande – jedoch außerhalb – des bisher ausgewiesenen Wolfspräventionsgebietes Hunsrück.

Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) das bereits bestehende Präventionsgebiet Hunsrück erweitert, um für die Weidetierhalter die Herdenschutzmaßnahmen in dem möglichen Lebensraum des inzwischen identifizierten Wolfes GW 4433m fördertechnisch unterstützen zu können. Die Regelung soll zunächst für ein Jahr gelten und das bestehende Präventionsgebiet nach Osten und Süden erweiterten. Das neue Gebiet reicht im Osten bis fast nach Bad Kreuznach und grenzt im Süden an Kaiserslautern.

Eine Übersicht über die derzeit geltenden rheinland-pfälzischen Präventionsgebiete sind auf der Homepage des KLUWO unter https://herdenschutz.wald.rlp.de/foerderung-herdenschutz/praeventionsgebiete-wolf aufgeführt.

Wann, wenn nicht jetzt? Die Weidetierhalter stehen auf! Mahnfeuer im Westerwald fordert wirksames Wolfsmanagement

Die Weidetierhalter stehen auf: Mit einem länderübergreifenden Mahnfeuer am Freitag, 23.01.2026 um 18:00 Uhr bei der Grillhütte in Rehe (Westerwaldkreis), machen Weidetierhalter, Verbände des ländlichen Raums und weitere Unterstützer auf die dramatische Lage der Weidetierhaltung aufmerksam, in die sie eine Politik der ungebremsten Ausbreitung des Wolfes bringt.

Die Veranstaltung wird getragen von einem breiten Bündnis von Tierhalter- und weiteren Verbänden im ländlichen Raum aus dem Dreiländereck Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Auch die Landkreise Altenkirchen, Neuwied und der Westerwaldkreis unterstützen den sachlichen, verantwortungsbewussten und lösungsorientierten Protest.

Seit Jahren nehmen Wolfsübergriffe, wirtschaftliche Schäden und die Belastung für Tierhalter in unserer Mittelgebirgsregion zu. Die grausame Rissserie, die Weidetierhalter im Dreiländereck Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz seit kurz vor Weihnachten erschüttert, zeigt exemplarisch die Hilflosigkeit des bisherigen Wolfsmanagements auf, das keine ausreichenden, wirksamen Lösungen für die vulnerable Weidetierhaltung bietet.   

Das Mahnfeuer fordert ein wirksames Wolfsmanagement, das den Schutz von Weidetieren und damit den Erhalt der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft endlich zuverlässig gewährleistet. Wann, wenn nicht jetzt, müssen politische Ankündigungen endlich wirksam umgesetzt werden?

In einer Kundgebung beim Mahnfeuer werden von den Veranstaltern insbesondere folgende Forderungen erhoben:

  • Unverzügliches Handeln der Politik in Bund und Ländern!
  • Etablierung einer regulären Bejagung des Wolfes zur Vermeidung einer weiteren ungebremsten Ausbreitung!
  • Schnelle und gezielte Entnahme auffälliger und schadstiftender Wölfe!

Weidetierhaltung betrifft Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde, Gehegewild und weitere Tierarten gleichermaßen – keine darf ausgeklammert werden. Ohne praktikable Lösungen verlieren immer mehr Betriebe ihre Perspektive – und mit ihnen unsere artenreiche Kulturlandschaft in den Mittelgebirgen.

Das Signal der Weidetierhalter ist deutlich:

Wir stehen auf für ein wirksames Wolfsmanagement JETZT! Veranstalter:     Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V., Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald, Landesverband der Schafhalter/Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz e. V. sowie der Verein Weidezone Deutschland.

Vermögensaufbau und Altersvorsorge mit Aktien und Aktien-Indexfonds (ETF)

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) führt am 09. Februar 2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr in der Rotunde der Hauptgeschäftsstelle in Koblenz das Seminar „Vermögensaufbau und Altersvorsorge mit Aktien und Aktien-Indexfonds (ETF)“ durch.

Christian Solle von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen wird zu Beginn des Seminars über die Entstehung von Vermögen referieren. Informationen über exponentielles Wachstum, förderliche Verhaltensweisen beim Vermögensaufbau und die Funktion von Kapitalmärkten und Aktien sind weitere Schwerpunkte, um einen Überblick über Aktien-Indexfonds (ETF) und passende ETFs zu ermöglichen.

Die Seminargebühr beträgt für Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau 190 Euro und für Nichtmitglieder 290 Euro inkl. Mittagessen. Informationen und Anmeldungen: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112, E-Mail: presse@bwv-net.de oder online über unser Anmeldeformular.

BWV-Präsident Marco Weber: Keine Polizeikosten bei wolfsbedingten Vorfällen!

Koblenz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV), Marco Weber, hat sich mit einem dringenden Schreiben an Umweltministerin Katrin Eder und Innenminister Michael Ebling gewandt. Er fordert eine faire Regelung für Tierhalter in Wolfspräventionsgebieten. Bei Polizeieinsätzen, die möglicherweise auf Wolfsnähe zurückzuführen sind, dürfen keine Kosten gegenüber Dritten in Rechnung gestellt werden, fordert der 16.000 Mitglieder starke Verband.

Im Oktober 2025 brach in der Nähe von Puderbach (Westerwald) eine Rinderherde aus einer fachgerecht gesicherten Weide aus. Bei dem vorgefundenen Schadbild – massive Torzerstörung – ist nicht ausgeschlossen, dass die Rinderherde durch Wölfe in Unruhe versetzt wurden und in Panik der gut gesicherten Weide entwichen sind. Die Polizeiinspektion Straßenhaus rückte aus und stellte dem betroffenen Tierhalter 364 Euro an Polizeikosten in Rechnung. Das Polizeipräsidium Koblenz lehnte die Einlassung des Landwirts ab – auch aus Billigkeitsgründen sei ein Verzicht auf die Kosten nicht möglich. Webers klare Position: „Es kann nicht sein, dass Tierhalter, die sich ordnungsgemäß verhalten und durch das Vorhandensein des Wolfes sowieso schon größere Aufwendungen und Schäden erlitten haben, noch zusätzlich mit Gebühren für Polizeieinsätze belastet werden, die sie nicht zu verantworten haben. Der Vorfall ereignete sich in einem offiziellen Wolfspräventionsgebiet. Landwirte übererfüllen Sicherheitsstandards – dennoch tragen sie die Folgen.“ Der BWV-Präsident fordert die Ministerien auf, eine für die Tierhalter akzeptable Regelung zu treffen.

BWV-Präsident Marco Weber fordert schnelle Entnahme reißender Wölfe

Koblenz. In einem Schreiben an Umweltministerin Katrin Eder und Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat sich der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV), Marco Weber, für ein stringentes Wolfsmanagement starkgemacht. Angesichts dramatischer Angriffsserien im Hohen Westerwald – über 50 Nutztiere wurden über den Jahreswechsel hinweg getötet – unterstützt er die geplante Änderung des Bundesjagdgesetzes und fordert die Landespolitik zur konsequenten Unterstützung auf.

Im Hohen Westerwald gab es seit der Woche vor Weihnachten sechs mutmaßliche Wolfsüberfälle, nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in den unmittelbar angrenzenden Bundesländern NRW (Wiederstein) und Hessen (Heisterberg). Auch wenn die wissenschaftliche Bestätigung noch aussteht, redet Marco Weber Klartext: „Der Wolf ist mehr denn je in unserem Bundesland angekommen“, schreibt der Präsident. Besonders die Rissserie im Hohen Westerwald seit 20.12.2025 halte Tierhalter und Bevölkerung in Atem. „In Anbetracht dieser Häufung […] wäre es ein Zeichen Ihrer beiden Häuser gewesen, vor Ort Flagge zu zeigen.“

Präsident Weber begrüßt die Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH): „Den Wolf aus dem Bundesnaturschutzgesetz herausnehmen und im Bundesjagdgesetz die Voraussetzungen für Wolfsmanagement schaffen, um unbürokratisch handeln zu können, unterstützt der BWV ausdrücklich.“ Er schreibt an die beiden zuständigen Ministerinnen: „Ich fordere Sie ausdrücklich auf, dieses Gesetzgebungsvorhaben mit allen […] Mitteln zu unterstützen.“ Hierbei solle es auch keine Schlupflöcher für länderspezifische Ausnahmen geben. Ziel müsse es sein, mit oder ohne einen Wolfsmanagementplan, legale Entnahmen von Problemwölfen zu ermöglichen. Die Weidetierhaltung sei „unverzichtbar für den Erhalt der Kulturlandschaft“ und müsse dringend geschützt werden.

Weber bietet raschen Austausch an: Sowohl der Bauern- und Winzerverband als auch die Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften (IGJG) seien jederzeit gesprächsbereit, um die Ministerien bei den anstehenden Verhandlungen auf Bundesebene zu unterstützen. „Eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Länder beim Wolfsmanagement ist unabdingbar,“ findet der BWV-Präsident. „Landwirte warnen seit Jahren vor der prekären Situation für Tierhalter, vor allem im Westerwald“, kritisiert Weber. Auch Rheinland-Pfalz müsse umgehend handeln, sobald die Änderungen im Bundesjagdgesetz beschlossen seien. Die notwendigen Maßnahmen müssten schnell umgesetzt werden.

Agrarpolitischer Jahresauftakt

Berlin. Der Deutsche Bauernverband (DBV) lädt im Vorfeld der Grünen Woche am 14. Januar 2026 die Fraktionsvorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien zum traditionellen Agrarpolitischen Jahresauftakt ein.

Die Wirtschaft in Deutschland und Europa sortiert sich neu – politisch, ökonomisch und gesellschaftlich. Gerade in so unsicheren Zeiten, wie wir sie aktuell erleben, benötigen wir eine widerstandsfähige Landwirtschaft und lebendige ländliche Räume. Ernährungssicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind essentielle Grundpfeiler unserer Demokratie. Die Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien sind aufgefordert, ihre Schwerpunkte und Ziele für das anstehende Jahr vorzustellen. Dabei geht es nicht nur um Agrar- und Ernährungspolitik, sondern auch um die klima-, wirtschafts-, umwelt- und mittelstandspolitische Programmatik.

Zu dieser digitalen Podiumsdiskussion begrüßen wir die Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn (CDU/CSU), Alexander Hoffmann (CSU), Dr. Matthias Miersch (SPD), Tino Chrupalla (AfD), Britta Haßelmann (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Heidi Reichinnek (Die Linke).

Der Agrarpolitische Jahresauftakt ist eine journalistisch moderierte Gesprächsrunde. Moderator ist der langjährige ARD-Journalist und ehemalige Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio, Thomas Kreutzmann.

Der Livestream ist am 14. Januar 2026 ab 17:00 Uhr auf www.bauernverband.de zu sehen. Interessierte finden dort auch das weitere Programm des Deutschen Bauernverbandes für die Grüne Woche 2026.

Bestmögliche Wettervorhersage erstellen

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) führt am 27. Januar 2026 von 10:00 bis 14:00 Uhr in der Rotunde der Hauptgeschäftsstelle in Koblenz das Seminar „Bestmögliche Wettervorhersage erstellen“ durch.

Diplom-Meteorologin Verena Leyendecker von WetterOnline wird zu Beginn des Seminars in die Agrarmeteorologie einführen. Weitere Schwerpunkte lauten „Wie findet man eine gute Wettervorhersage für mehrere Tage, ungeachtet verschiedener Aussagen diverser Apps?“, „Einblick in das Lesen von Wettermodellen, deren Unterschiede und Zuverlässigkeit“, „Grundlagen über das Einschätzen von Unsicherheiten einer Wetterprognose“ und praktische Übung bezüglich der Erstellung einer Wettervorhersage.

Die Seminargebühr beträgt für Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau 40 Euro und für Nichtmitglieder 90 Euro inkl. Mittagessen. Informationen und Anmeldungen: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112, E-Mail: presse@bwv-net.de oder hier online.

Änderung in der Tierkörperbeseitigung ab Januar 2026

Rheinland-Pfalz/Saarland. Seit dem 01. Januar 2026 hat der Zweckverband Tierische Nebenprodukte Rheinland-Pfalz/Saarland die Abholung und Entsorgung von Falltieren und tierischen Nebenprodukten auf den Zweckverband Tierische Nebenprodukte Neckar-Franken (in Zukunft: Südwest) übertragen. Um die Dienstleistungen des Zweckverbandes in Anspruch nehmen zu können, ist eine Registrierung auf dem Internetportal des Zweckverbandes notwendig. Die einmalige Registrierung kann unter der Internetadresse https://portal.ztn-neckar-franken.de/account/registrierenNeu

oder unter dem nachfolgenden QR-Code

vorgenommen werden.

Über diese webbasierte Anmeldemöglichkeit stellt der Zweckverband auch spezielle Apps bereit, die einen leichten Zugang und eine schnelle Anmeldung unterstützten sollen. Diese sind unter

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.ztnneckarfranken.app&pcampaignid=web_share (Android)

oder

https://apps.apple.com/de/app/ztn-neckar-franken/id6740911301 (Apple/IOS)

abrufbar. Neben der digitalisierten Anmeldung über Internet beziehungsweise App ist nach wie vor auch eine telefonische Anmeldung von Entsorgungen möglich. Die Telefonnummer 06283/22120 steht dafür zur Verfügung.