Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

16.08.2017 - Schweinepest

Speisereste aus dem Gastgewerbe ordnungsgemäß entsorgen

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau macht darauf aufmerksam, dass die Erreger der Klassischen sowie der Afrikanischen Schweinepest bereits durch ein Stück Wurst, das beispielsweise von einem infizierten Schwein stammt und gedankenlos weggeworfen wurde, übertragen werden können. Deshalb ist es auch seit Jahren in der EU verboten Speisereste an Schweine zu verfüttern. So müssen in Restaurants, Gaststätten und Übernachtungsbetrieben Speiseabfälle und Essensreste getrennt von anderen Abfällen gesammelt werden. Laut dem Tierkörperbeseitigungsrecht dürfen Speisereste, die tierische Bestandteile wie Fleisch, Fisch, Ei oder Milchprodukte enthalten, nur getrennt und in geschlossenen Behältern gesammelt werden. Diese sind nach Möglichkeit gekühlt zu lagern, um Schädlingsbefall vorzubeugen. Anschließend müssen diese Abfälle durch einen behördlich genehmigten Entsorgungsfachbetrieb abgeholt und z.B. in einer Biogasanlage entsorgt werden.

Der Bauern- und Winzerverband bittet die Gastronomen eindringlich, nicht der Versuchungen zu unterliegen, Speisereste in der Biotonne zu entsorgen oder gar an einen Jäger weiter zu geben - das kann die Gesundheit der Wildtiere und mittelbar auch der Nutztiere gefährden. Ein solches Fehlverhalten zieht außerdem empfindliche Geldbußen nach sich!