Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

29.11.2017 - Tiertransporte

Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau fordert sofortigen Stopp von Tiertransporten zur Schlachtung in Drittländer

Koblenz. Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, fordert vehement ein Verbot des Exportes von lebenden Tieren zur Schlachtung in Länder außerhalb der EU. In der vergangene Woche ausgestrahlten Dokumentation der ZDF-Reihe „37°“ konnten die Zuschauer grausame Zustände von Tiertransporten in Länder außerhalb der EU mitverfolgen.

„Auch wenn sich im Tierschutz beim Transport innerhalb der EU bereits vieles verbessert hat, gibt es noch einiges zu tun. „Daher müssen die Standards für Tiertransporte quer durch die EU in Drittländer, wie z.B. in den Nahen Osten, noch stärker kontrolliert werden“, führte er in der gestrigen Sitzung der Verbandsgremien aus. Da die europäischen Vorschriften nicht bis in die Drittländer hinein reichten, würden die Tierschutzstandards nicht mehr gelten, sobald sich ein Tiertransport außerhalb der europäischen Grenzen bewege. Für die Tiere könne dies große Qualen bedeuten. „Diese Lücke des Tierschutzes, kann man nur mit einem Verbot von Transporten lebender Tiere in Länder außerhalb der EU schließen, die selbst keine Tierschutzstandards garantieren“, ist sich Horper sicher. „Wir sehen den Tierschutz durch Kriminelle verletzt und diese bringen die Landwirtschaft und insbesondere die Tierhalter in öffentlichen Misskredit. Die Tierhalter in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland halten jedoch sehr hohe Standards ein und sie gehen tagtäglich sehr verantwortungsvoll mit ihren Tieren um“.

Horper stellte klar, dass nicht die Landwirtschaft, sondern das Transportgewerbe Schuld daran trage, wenn die Transporte in tierquälender Weise durchgeführt würden. Der Berufsstand verurteile jede Form von Tierquälerei und deshalb seien die Tiertransporte in Drittländer ohne entsprechende Tierschutzstandards auch sofort zu beenden. „Ich appelliere an die Politiker der EU und des Bundes, wirksame Wege zu finden, diesen beschämenden Umgang mit Tieren zu beenden“, betonte Präsident Horper.