Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

29.11.2019 - Erneuerbare Energien

Horper fordert Stärkung der Biogasbranche

Koblenz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau und Vorsitzende des Fachausschusses für Nachwachsende Rohstoffe beim Deutschen Bauernverband, Michael Horper, fordert eine unverzügliche Unterstützung der Biogasanlagenbetreiber. Hintergrund sind die Ergebnisse der letzten EEG-Biomasseausschreibung, die sowohl für die bestehenden Biogasanlagen als auch für geplante Neuanlagen keinen ausreichenden wirtschaftlichen Anreiz bieten.

Horper sieht ein weiteres Hemmnis auch in den komplizierten Ausschreibungsbedingungen für Biomasseanlagen. „Es kann nicht sein, dass insbesondere die Betreiber von landwirtschaftlichen Biomasseanlagen kaum Anreize haben, um bestehende Anlagen weiter zu betreiben und unternehmerische Risiken einzugehen“, so Horper. „Die bestehenden Biomasseanlagen sind aber ein unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende, da ohne diese die notwendige Flexibilität bei der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen und die Stabilisierung der Übertragungsnetze leiden würden“.

Mit den nunmehr erzielten Geboten in Höhe von 14,58 Cent pro Kilowattstunde bei Neuanlangen und 16,56 Cent pro Kilowattstunde bei Bestandsanlagen können kaum Gewinne erzielt werden. Die Betreiber von Biomasseanlagen brauchen jedoch verlässliche und auskömmliche Rahmenbedingungen, wenn sie ihren notwendigen Beitrag zur Energiewende leisten und damit auch einen nachhaltigen Baustein zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen sollen. Vor allem sei es notwendig, so Horper, dass die Bundesnetzagentur ihren Spielraum nutze und beispielsweise die Gebotshöchstwerte um 10 Prozent anhebe, damit zumindest kurzfristig Entlastung für die Biomasseanlagenbetreiber erzielt werde. Gerade vor dem Hintergrund des schleppenden Ausbaus erneuerbarer Energien sei es besonders wichtig, den Bestand an Biogasanlagen zu halten. Daher sollte die Verlängerung der Förderung von bestehenden Biogasanlagen an einfache, von Landwirten auch zu bewältigende, Kriterien geknüpft und der Förderanreiz angemessen erhöht werden.