Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

04.10.2019 - Öffentlichkeitsarbeit

Oberbürgermeister informiert sich über landwirtschaftliche Themen

Koblenz-Arenberg. Auf Einladung des Ortsvorsitzenden des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Thomas Schneider, besuchte der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, den im Stadtgebiet ansässigen Eselsbacher Hof. Neben Langner war auch Thomas Hammann, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, beim Ortstermin zugegen.

Der Betrieb der Familie Schneider ist der einzige landwirtschaftliche Haupterwerbsbetrieb im rechtsrheinischen Teil von Koblenz. Lediglich vier weitere landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften dort ihre Höfe im Nebenerwerb. Thomas Schneider und seine Familie bzw. Mitarbeiter bewirtschaften über 200 Hektar Acker- und Wiesenflächen und melken zurzeit über 120 Kühe. Ein besonderes Augenmerk legt die Familie auf die Öffentlichkeitsarbeit. So führt der Eselsbacher Hof alle zwei bis drei Jahre ein Hoffest durch, nimmt an der Initiative „Lernort Bauernhof“ teil und führt gerne Besuchergruppen über den Betrieb. Auch die neue „Milchtankstelle“ habe den Kontakt mit den angrenzenden Nachbarn verbessert, stellte Betriebsleiter Schneider fest.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes, Tobias Fuchs, betonte, dass es nur noch sehr wenige landwirtschaftliche Unternehmer gebe, wie die Familie Schneider, die das hohe Investitionsrisiko einer großen Aussiedelung auf sich nehmen würden. Für Familie Schneider stand fest, dass es für sie nur eine Zukunft mit der Landwirtschaft gebe.

Intensiv diskutierten die Landwirte und Politiker über den Flächenverbrauch rund um die Stadt Koblenz. Schneider appellierte an den Oberbürgermeister und den Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, sich bei der Ausweisung neuer Baugebiete gegen einen zusätzlichen Flächenverbrauch über Ausgleichsmaßnahmen einzusetzen. Hier gebe es alternative Möglichkeiten, so die Aufwertung bereits bestehender Naturschutzflächen und Biotope. Fuchs wies in diesem Zusammenhang auf die Stiftung Kulturlandschaft der Landwirtschaftskammer hin, die sich in besonderer Weise für die Aufwertung von Biotopen verdient mache. Auch wenn der Ankauf von Flächen relativ problemlos sei, so würden dennoch die landwirtschaftlichen Pächter unter dem Flächenverlust leiden. Letztendlich sei die Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Betriebes ohne genügend Flächen nicht möglich. Am Ende des Besuchs waren sich die Vertreter der Stadt und der Landwirtschaft einig, bei Themen, die die Landwirtschaft betreffen, künftig enger miteinander zu arbeiten und zu sprechen.