Koblenz. Nachdem es im Hunsrück hinsichtlich Rissereignisse von Großkarnivoren einige Monate lang ruhig geworden war, hat es Ende 2025 erneut einige Vorfälle im südlichen Teil von Rheinland-Pfalz gegeben. So gab es im Landkreis Kusel einige nachgewiesene Wolfsrisse, die inzwischen eindeutig einem Wolfsindividuum, der zur Alpen- bzw. italienischen Population zugehörig ist, zugeschrieben werden können. Die Tatorte liegen am Rande – jedoch außerhalb – des bisher ausgewiesenen Wolfspräventionsgebietes Hunsrück.
Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) das bereits bestehende Präventionsgebiet Hunsrück erweitert, um für die Weidetierhalter die Herdenschutzmaßnahmen in dem möglichen Lebensraum des inzwischen identifizierten Wolfes GW 4433m fördertechnisch unterstützen zu können. Die Regelung soll zunächst für ein Jahr gelten und das bestehende Präventionsgebiet nach Osten und Süden erweiterten. Das neue Gebiet reicht im Osten bis fast nach Bad Kreuznach und grenzt im Süden an Kaiserslautern.
Eine Übersicht über die derzeit geltenden rheinland-pfälzischen Präventionsgebiete sind auf der Homepage des KLUWO unter https://herdenschutz.wald.rlp.de/foerderung-herdenschutz/praeventionsgebiete-wolf aufgeführt.