Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

Obstbau

Zwetschen durch Importware stärker ergänzt

Die in der 35. Woche erreichte Spitze in der diesjährigen Absatzentwicklung wurde nun spürbar unterschritten. Dabei hat sich der durchschnittliche Verbraucherpreis um 9 % erhöht. Im Vergleich zur entsprechenden Vorjahreswoche ergab sich lediglich ein mageres Plus von etwa 7 %. Dort war aber eine wesentlich höhere Ernte im Inland zu verzeichnen. Im deutschen Anbau wird nur noch in Spätlagen am Bodensee, in Franken, sowie im ost- und norddeutschen Raum in nennenswertem Umfang geerntet. Hier wird man auch in den beiden kommenden Wochen noch über eine gewisse Mengenkontinuität verfügen. Die frühen Anbaugebiete, auch im westdeutschen Raum, haben kaum mehr Ware zu bieten. Nach wie vor prägen die erheblichen Ernteausfälle durch Frost die deutsche Produktion. Das Warenaufkommen ist weiterhin sehr begrenzt. Vor allem in Programmen handelt man, mangels Masse und auch preisbedingt, in teilweise stärkerem Maß Importware vom Balkan, in geringem Umfang aus Polen sowie beginnend aus Moldawien. Beim deutschen Angebot ist der Markt relativ ausgeglichen. Richtige Knappheit ist aufgrund der erfolgenden stärkeren Ausweichreaktionen auf Importware nicht vorhanden. Preislich sind deshalb auch keine größeren Ausschläge nach oben zu verzeichnen. Die Preise liegen zwischen 1,46 und 1,95 EUR/kg. (AMI) - 11.09.2020

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