Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

09.08.2021 - Flutkatastrophe

Präsident Michael Horper

Hilfe der Landwirte und Winzer ist unübertroffen

Koblenz. „Die Solidarität unter den Landwirten und Winzern in Rheinland-Pfalz, in Deutschland und darüber hinaus ist einzigartig und unübertroffen“, erklärt der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper. So seien Landwirte und Winzer aus allen Regionen des Landes vom ersten Tag an in das Katastrophengebiet gefahren, um Schutt wegzuräumen, Schlamm zu entfernen, Futter für die Tiere, Notstromaggregate und vieles mehr in die betroffenen Gebiete zu transportieren und Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Es sei eine großartige Leistung gewesen, so der Präsident, dass die notleidenden Betriebe zu keiner Zeit Probleme mit der Futterbeschaffung gehabt hätten. Sicherlich gebe es durch die Zerstörung von Hallen und Maschinen logistische Probleme. Aber auch hier sei die Nachbarschaftshilfe vorbildlich.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau habe nach der Flut umgehend eine Plattform für Angebote und Hilfsleistungen erstellt, woraus sich auch in den nächsten Wochen und Monaten Hilfesuchende bedienen könnten. Darüber hinaus beginne noch im August die Verteilung von Spenden an notleidende landwirtschaftliche und weinbauliche Familien an der Ahr und in der Eifel. Auch betriebliche Erfordernisse seien angegangen und den notwendigen Lösungen zugeführt worden. So hätten, trotz rechtlicher, logistischer, organisatorischer und finanzieller Hemmnisse, dringend erforderliche Hubschrauberspritzungen in den Weinbergen durchgeführt werden können. Schließlich müsse auch die kommende Weinlese gesichert werden. Es wäre eine weitere Katastrophe, wenn auch noch die anstehende Traubenlese gefährdet würde. Auch behördlich vorgegebene Fristen und Termine würden, nach intensiven Gesprächen mit der Landwirtschaftsverwaltung, nun sehr flexibel gehandhabt werden. Auch für die Sicherstellung der Ernährung und des Getränkebedarfs für Einwohner und Helfer in Walporzheim habe der Verband Sorge getragen.

Präsident Horper: „Nun ist es wichtig, dass diese Solidarität auch in den nächsten Monaten fortgesetzt wird. Die Katastrophe hat so große Schäden verursacht, dass auch nach dem zu erwartenden Wegfall des medialen Interesses, viele Unternehmen noch lange nicht über den Berg sind. Ich war noch nie so stolz einer Gemeinschaft anzugehören, die ohne Wenn und Aber anpackt und sich gegenseitig hilft, nämlich dem bäuerlichen Berufsstand.“

Hotline Katastrophenhilfe für Landwirte und Winzer:

0261/9885-1234