Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

14.04.2021 - Informationen für Kommunen und Landwirte

Starkregenkataster Rheinland-Pfalz jetzt online

Mainz. In den vergangenen Jahren haben extreme Wetterbedingungen deutlich spürbar zugenommen. Davon sind insbesondere Landwirte und deren Flächen betroffen, sei es durch Trockenheit, Spätfröste oder auch Starkregenereignisse, die häufiger als in den vergangenen Jahren aufzutreten scheinen. So hat es in den letzten Jahren immer wieder und immer häufiger Berichte darüber gegeben, dass landwirtschaftliche Flächen bei Starkregenereignissen überflutet wurden oder in Einzelfällen auch durch auftretende Sturzbäche große Erdmassen abgeschwemmt wurden, die Straßen unpassierbar beziehungsweise auch Wohngrundstücke beeinträchtigt haben.

Nicht nur für Landwirte, sondern auch für Kommunen ist es wichitg, im Rahmen der Fürsorge für die Bürger zu wissen, welche Regionen in besonderer Weise von Starkregenereignissen betroffen sein können. Das Land Rheinland-Pfalz hat vor diesem Hintergrund vor allem für die Kommunen umfangreiches Material zusammengestellt und auf einem Internetportal veröffentlicht. Kernpunkt der Bemühungen des Landes ist eine sogenannte Starkregenkarte, die unter https://geoportal-wasser.rlp-umwelt.de/servlet/is/10081/ einsehbar ist.

Auf der interaktiven Karte sind viele Informationen zusammengetragen, die sich jeweils auch überlagern lassen und eine relativ gute Auflösung haben, um punktuell gefährdete Bereiche sicher erkennen zu können. Neben den Hinweisen über mögliche Flächen, die bei Starkregeneregnissen besonders gefährdet sind, sind auch die Überschwemmungsgebiete verzeichnet. Kenntnisse über gefährdete Flächen können vor allem bei der Bebauung oder bei der Anbauplanung eine Rolle spielen, wenn über besondere Anbauverfahren die Gefahr von Bodenerosion bei Starkregenereignissen vermindert werden kann. Für den einzelnen Landwirt kann es also durchaus hilfreich sein, einen Blick auf die Karte zu werfen und dann geeignete Strategien in Erwägung zu ziehen, um die eigenen Böden vor Abschwemmung zu schützen und so die Fruchtbarkeit der Flächen langfristig zu sichern.