Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

17.02.2021 - Insektenschutzgesetz

Der Kampf gegen restriktive Auflagen muss weitergehen

Koblenz. „Trotz vieler Aktionen der Bauern, politischen Gesprächen und Aufforderungen an die maßgebenden Politiker werden ordnungsrechtliche Maßnahmen und Auflagen gegen die Landwirtschaft geplant. Wir müssen weiter Einfluss auf die Abgeordneten nehmen, um Insektenschutz mit der Landwirtschaft und nicht gegen sie umzusetzen“, erklärte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau Michael Horper nach dem Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zum Gesetzesentwurf.

„Wir stehen weiterhin für freiwillige Umweltmaßnahmen ein. Wenn landwirtschaftliche Flächen in Schutzgebieten nur noch unter Berücksichtigung ordnungsrechtlicher Auflagen und Anwendungsverbote bewirtschaftet werden dürfen, hat die Landwirtschaft dort keine Zukunft mehr. Die bisherige sehr positive Entwicklung bei freiwilligen Maßnahmen für den Naturschutz wird gnadenlos ausgebremst. Dabei wird in Rheinland-Pfalz bereits über ein Drittel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche auf Basis des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet. Solche Gesetze und Verordnungen, wie sie die Bundesregierung plant, helfen weder der Landwirtschaft noch der Biodiversität“, erklärte der Präsident. Ein faktisches Bewirtschaftungsverbot in Schutzgebieten bis zu 10 Metern an Gewässern und ein weitgehendes Verbot der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Grünland seien nicht zu akzeptieren. Darüber hinaus würden bestehende Vertragsnaturschutzprogramme gefährdet. Dies sei der falsche Weg, zumal auch Pflanzen und Nahrungsmittel vor Schädlingen geschützt werden müssen.