Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

30.04.2020 - Neue Düngeverordnung

Horper: „Fachlich fundierte Düngung statt Bestrafung!“

Koblenz. Anlässlich des Inkrafttretens der Bundesdüngeverordnung am 1. Mai macht der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, deutlich, dass diese Verordnung völlig überzogen sei und sie die deutsche Landwirtschaft enorm belaste: „Die sogenannten belasteten Gebiete müssen verursacherbezogen abgegrenzt werden. Darüber hinaus muss es auch in Zukunft möglich sein, dass Betriebe, die nachweislich nicht zur Nitratbelastung des Grundwassers beitragen, von zusätzlichen Auflagen und Belastungen befreit werden.“

Horper betont, dass die verschärfte Düngeverordnung aus dem Jahr 2017 völlig ausgereicht hätte, um die in weiten Teilen des Landes ohnehin abnehmenden Nitratgehalte im Grundwasser weiter zu reduzieren. Schließlich liege es auch im Interesse der Landwirtschaft das Grundwasser zu schützen. Anstatt den Landwirten den Rücken zu stärken, würden sie pauschal mit unvertretbaren Auflagen gegängelt. Horper: „Es wird genau das geschehen, was in Politik, Gesellschaft und Medien unerwünscht ist: Der Strukturwandel wird sich verstärken, die Betriebsgrößen werden zunehmen und in weiten Teilen des Landes wird es künftig überhaupt keine Landwirtschaft mehr geben.“ Dies sei eine Entwicklung, die man vorhersagen könne, ohne ein Prophet zu sein.