Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

22.01.2020 - Achtung Kostenfalle

Kein voreiliger Eintrag in „Transparenzregister“

Koblenz. In den letzten Tagen haben viele Bauern und Winzer E-Mails mit der Aufforderung bekommen, sich in ein „Transparenzregister“ einzutragen. Es drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass es sich dabei um den Versuch handelt, Landwirte zu kostenpflichtigen Vertragsabschlüssen zu bewegen. Die Adressaten erhalten eine „Zahlungsaufforderung“ wegen eines „Verstoß gegen das Geldwäschegesetz“, verbunden mit der Androhung, dass die Nichteintragung in das Transparenzregister eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um den Versuch handelt, wenig nützliche, nicht notwendige aber dennoch kostenpflichtige Dienstleistungen zu beauftragen.

Das einzig für die Führung des Transparenzregisters zuständige Bundesministerium für Finanzen hat daher auch noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das offizielle Transparenzregister im Sinne des Geldwäschegesetzes nur unter www.transparenzregister.de geführt wird. Aufforderungen anderer Anbieter, sich auf anderen Registern einzutragen bzw. Dienstleistungen für die Vornahme der Eintragung zu beauftragen, sollten daher zur Vermeidung von Kosten genau geprüft und gegebenenfalls ignoriert werden.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass die meisten Landwirte, die ihr Unternehmen als Einzelunternehmen führen, gar keine Mitteilung an das Transparenzregister vornehmen müssen. Das Transparenzregister betrifft vornehmlich Finanzdienstleister und Gesellschaften. Grundsätzlich sind Eintragungen und Registrierungen auf der offiziellen Plattform kostenlos, allerdings wird eine jährliche Gebühr von 2,50 € für die Führung des Registers erhoben. Kostenpflichtige Angebote, die beispielsweise eine Gebühr von knapp 50 Euro/Jahr verlangen, verfolgen meist eigene wirtschaftliche Ziele. Grundsätzliche Informationen über das Transparenzregister und die Eintragungspflichten sind ebenfalls auf der genannten Homepage einsehbar.