Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

12.08.2019 - Grundsteinlegung im Rhein-Hunsrück-Kreis

Bei der Grundsteinlegung für die neue Kreisgeschäftsstelle des Bauern- und Winzerverbandes waren alle maßgeblichen Vertreter des Berufsstandes und der Kommunalpolitik zugegen.

Grundstein für neue Kreisgeschäftsstelle gelegt

Kirchberg. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hat in Kirchberg den Grundstein für eine neue Kreisgeschäftsstelle des 1.650 Mitglieder starken Kreisverbandes gelegt. Die bisherige Geschäftsstelle in Simmern ist sanierungsbedürftig und zu beengt für die rund 30 Mitarbeiter.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, begründete die Investition mit der großen Bedeutung, die die Landwirtschaft für die Gesellschaft auch in Zukunft haben werde. Schließlich werde die lokale Versorgung der Verbraucher in Zukunft noch zunehmen. Der neue Standort Kirchberg liege zentral im Hunsrück mit guter Verkehrsanbindung: „Gerade bei fortschreitendem Strukturwandel wird ein zentraler Standort umso wichtiger. Der künftige Sitz des Kreisverbandes ist solide und vernünftig finanziert. Die Investition ist verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert“.

Über die rein landwirtschaftliche und weinbauliche Funktion hinaus werde das neue landwirtschaftliche Zentrum ein Kulturhaus werden, in dem Seminare angeboten würden und auch die Ernährungsbildung einen zentralen Platz erhalte. Nicht umsonst werde das Haus auch über eine große Lehrküche verfügen. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau wolle dem bäuerlichen Berufsstand Perspektiven bieten und sich für Arbeitsplätze in der Region starkmachen. Kreisvorsitzender Sebastian Faust lobte die gute Erreichbarkeit der neuen Kreisgeschäftsstelle, die moderne Arbeitsplatzgestaltung sowie die optimierte Bündelung der verschiedenen Interessensgruppen von Bauern, Winzern, Landfrauen und Landjugend an einem zentralen Ort.

LandFrauenpräsidentin Rita Lanius-Heck, Kreisvorsitzende Christiane Lay und Regionalvertreterin Martina Wendling sind begeistert über das neue Gebäude, da in besonderer Weise die Wünsche der LandFrauen berücksichtigt wurden. Für Präsidentin Rita Lanius-Heck ist das neue Gebäude auch ein Zeichen für den Zusammenhalt des ländlichen Raumes: „Die LandFrauen können sich in den neuen Räumlichkeiten mit Seminarraum und Lehrküche nachhaltig für den ländlichen Raum einsetzen. Die öffentlichkeitswirksame Kommunikation mit den Verbrauchern werde durch die neuen Möglichkeiten verbessert: „Wir glauben an eine prosperierende Zukunft für die Bauern- und Winzerfamilien. Der Bau dieses Gebäudes ist ein Ausdruck dieser Zuversicht“. Die die Regionalvertreterin des LandFrauverbandes, Martina Wendling, dankte dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, dass sie den Landfrauenverband sowohl beratend als auch finanziell unterstütze und den Bau der großen LandFrauen-Küche mitfinanziert habe. Schließlich trage der Bauern- und Winzerverband den finanziellen Anteil, der nicht über ein LEADER-Projekt, abgedeckt werde.

„Wer baut hat Vertrauen in die Zukunft“, begann Landrat Marlon Bröhr sein Grußwort. Er zeigte sich besonders froh darüber, dass der bäuerliche Berufsstand eine neue Kreisgeschäftsstelle baue und forderte ihn auf, diesen Bau zum Anlass zu nehmen, um offensiver die Leistungen der Bauern und Winzer gegenüber der Öffentlichkeit zu vertreten. Der Berufsstand habe allen Grund, selbstbewusst zu sein. Schließlich hätte gerade die Landwirtschaft viele gesellschaftliche Debatten nicht zu verantworten. Außerdem werde die Landwirtschaft von den Bürgerinnen und Bürgern in besonderer Weise akzeptiert und respektiert. Gerade die Menschen im ländlichen Raum stünden hinter „ihren“ Bäuerinnen und Bauern. Der neu gewählte Stadtbürgermeister Werner Wöllstein war begeistert darüber, dass die Landwirtschaft ihre berufsständische Vertretung inclusive Buchführung und Steuerberatung in Kirchberg ansiedle. Somit entwickle sich Kirchberg zu einem Dienstleistungszentrum, das die Menschen zusammenbringe, gleichzeitig würden Räumlichkeiten geschaffen, die gerade dem ländlichen Raum zu Gute kommen würden. Architekt Michael Thillmann erläuterte die Details des neuen landwirtschaftlichen Zentrums. Neben einem großen Sitzungssaal, circa 30 Büro- und Besprechungsräumen sowie einer großen Demonstrationsküche gäbe es 42 Stellplätze für Kraftfahrzeuge. Insgesamt umfasse die Nutzfläche 1.400 Quadratmeter bei 6.700 Kubikmeter umbauten Raum.

Alle Gäste der Grundsteinlegung waren anwesend als der Koffer mit landwirtschaftlichen und weinbaulichen Inhalten des aktuellen Wirtschaftsjahres sowie mit einer Münze, die prägefrisch (2019) an „100 Jahre Bauhaus“ erinnert sowie der RBZ, DWZ und einer Urkunde in den Grundstein eingelassen wurde.