Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

04.04.2019 - Auf nach Landau – am 11. April!

Demonstration für Zukunft der Landwirtschaft bei der Agrarministerkonferenz in Landau

Koblenz/Landau. Kommender Woche (10. bis 12. April 2019) treffen sich die Agrarminister des Bundes und der Länder in Rheinland-Pfalz – und zwar in Landau. Im Rahmen dieser Agrarministerkonferenz (AMK) geht es um aktuelle agrarpolitische Themen. Diskutiert werden viele Themen: von der Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik in Europa, über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, über die Ferkelkastration, den Insektenschutz, über die erneute Verschärfung der Düngeverordnung bis hin zum künftigen Umgang mit dem Wolf.

Die landwirtschaftlichen Betriebe – gerade auch in Rheinland-Pfalz – unterliegen einem heftigen Strukturwandel. Und dies nicht nur im Rahmen des normalen Generationswechsels, sondern auch markt- und preisbedingt. Aber gerade auch die ständig neuen gesetzlichen Regelungen wie zum Beispiel bei der Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, bei der Ferkelkastration und vor allem im Rahmen der Düngeverordnung führen dazu, dass viele Betriebsleiter „einfach keinen Bock mehr haben“ sich dieser ganzen Verbürokratisierung und Verrechtlichung zu unterwerfen. Aber auch die öffentlichen Verunglimpfungen durch Medien und Gesellschaft machen den bäuerlichen Familien zu schaffen. Nicht zuletzt vermissen sie auch die nachhaltige Unterstützung von Politikern.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau ruft deshalb alle Mitglieder dazu auf, bei der Agrarministerkonferenz ein Zeichen zu setzen.

Demonstration und Kundgebung im Rahmen der Agrarministerkonferenz

am Donnerstag, den 11. April 2019 von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr, Nordring 5 in 76829 Landau (Treffpunkt Alter Messplatz).

Von dort zieht der Demonstrationszug – einschließlich Traktoren – zur Festhalle, dem Tagungsort der AMK. Vor Ort wird es dann eine Kundgebung und die Übergabe einer Resolution mit Forderungen des Berufsstandes an die Agrarminister geben.

Im Mittelpunkt des Protestes, an dem sich auch die benachbarten Landesbauernverbände aus Hessen und dem Saarland und insbesondere vom BWV Rheinland-Pfalz Süd beteiligen, soll die erneute Anpassung der Düngeverordnung stehen. Sie betrifft alle Betriebe und nicht nur die Tierhalter. Darüber hinaus wird die Vorgehensweise der Bundesregierung kritisiert. Ohne Abstimmung mit dem Berufsstand wurden weitgehende Zusagen an die EU-Kommission gemacht.

Aber auch die rheinland-pfälzische Landesregierung arbeitet in diesem Bereich nachhaltig gegen die heimische Landwirtschaft. Die Abgrenzung der sogenannten „roten Gebiete“ ist nicht nachvollziehbar, beruht auf Mutmaßungen und muss kurzfristig sowie zwingend überarbeitet werden.

Bund und Land ignorieren die Auswirkungen auf die Betriebe vollkommen, interessieren sich offenkundig nur für das politische Geschachere und verwaltungsinterne Kompromisse zwischen den Ministerien. Dabei gerät die Zukunft der Landwirte und Winzer – egal ob konventionell oder ökologisch wirtschaftend – aus dem Blick.

„Wir Bauern sind kein Spielzeug“, macht Präsident Michael Horper unmissverständlich klar!

Deshalb wird der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V. mit seinen Kreisverbänden eine gemeinsame Anfahrt nach Landau organisieren. Die Teilnehmer aus Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus werden gebeten, sich umgehend bei ihrer jeweiligen Kreisgeschäftsstelle zu melden. Von dort wird es dann weitere Informationen zum Ablauf und zur Anfahrt der Veranstaltung geben.