Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

04.08.2020 - Landwirtschaft und Umwelt

BWV nimmt zur Fortschreibung der Biodiversitätsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz Stellung

Koblenz. Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF) hatte die Verbände in Rheinland-Pfalz aufgefordert, zur geplanten Überarbeitung der rheinland-pfälzischen Biodiversitätsstrategie eine erste Stellungnahme abzugeben. In Anbetracht der kurzen Rückmeldefrist bis zum 31. Juli 2020 hat die Hauptgeschäftsstelle das 64 Seiten starke Papier durchgearbeitet und kommentiert. Gleichwohl hat der Verband darum gebeten, wegen der aktuellen Sommer-, Urlaubs- und Erntezeit die Inhalte im Herbst mit den Gremien des Verbandes erörtern zu können, um dann diese Ergebnisse in eine weitere Stellungnahme einfließen zu lassen.

Der BWV hat in seiner Antwort an das MUEEF deutlich gemacht, dass die vorgesehene Abstimmung des Biodiversitätsstrategiepapiers mit verschiedenen Verbänden und Organisationen ausschließlich auf elektronischem Wege nicht geeignet sei, um das wichtige Thema der Biodiversität angemessen aufzuarbeiten. Der Bauernverband hat daher darum gebeten, die die Landwirtschaft betreffenden Aspekte gemeinsam mit allen betroffenen Akteuren im Rahmen einer persönlichen Erörterung zu besprechen. Unabhängig davon hat der BWV noch einmal aktuelle Forderungen mit Bezug zur Biodiversität bekräftigt, beispielsweise das Prinzip „Naturschutz durch Nutzung“, die Anerkennung von PV-Anlagen als naturschutzfachlichen Ausgleich bis hin zur Schaffung eines staatlichen Ökokontos, das für freiwillige Naturschutzmaßnahmen des Landes zum Ausgleich hoheitlicher Bauvorhaben und zur Vermeidung der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen zu Ausgleichszwecken genutzt werden kann. Auch wurde die konsequente Erfassung und Bekämpfung von Neophyten (Springkraut, Riesenbärenklau, u.a.) und anderer für die Landwirtschaft problematischen Pflanzen (Jakobskreuzkraut, u.a.) thematisiert.